DDP-Datei: Der vollständige Leitfaden — der Industriestandard des CD-Masterings
Zuletzt aktualisiert: 13. Juni 2026 · Autor: Kotaro Asahina (Gründer von Kuon, Toningenieur)
Quick Answer
DDP (Disc Description Protocol) ist das Industriestandard-Format des CD-Masterings, 1989 von DCA Inc kodifiziert. Es besteht aus fünf Dateien (DDPID, DDPMS, IMAGE.DAT, PQDESCR, SUBCODE.DAT) und unterstützt bis zu 99 Titel mit ISRC- und UPC-Metadaten. DDP ist das einzige weltweit universell akzeptierte Master-Format für CD-Presswerke. Der DDP PLAYER von Kuon öffnet DDP-Dateien direkt im Browser — kostenlos, mit Gap Listen, ohne Installation.
DDP auf einen Blick
- Industriestandard-Version
- DDP 2.0
- Maximale Titelzahl
- 99
- Maximale Sub-Indizes
- 99
- ISRC-Code
- 12 Zeichen
- UPC/EAN
- 13 Stellen
- CD-DA-Abtastung
- 44,1 kHz / 16 Bit / 2 Kanäle
- PMI-Dateigrößenlimit
- 256 KB
- Gesamtgröße einer CD
- 700–800 MB
Was ist eine DDP-Datei?
Eine DDP-Datei (Disc Description Protocol) ist ein Satz von Dateien, der die gesamte Struktur einer CD beschreibt — Trackinformationen, Subcodes und Metadaten eingeschlossen. Mastering-Engineers erzeugen sie im letzten Arbeitsschritt und reichen sie beim Presswerk ein: als die fertigen Daten, die unverändert zur CD werden.
DDP ist keine einzelne Audiodatei, sondern ein Bündel mehrerer Dateien, das zugleich den Bauplan der CD und den Audio-Korpus darstellt. Das Presswerk übernimmt dieses Bündel und fertigt daraus direkt die physischen CDs.
Ursprung und Geschichte
DDP steht für das Disc Description Protocol, entwickelt von der US-Firma DCA Inc (Doug Carson Associates). Das Unternehmen wurde 1988 von Doug Carson gegründet und kodifizierte das DDP-Protokoll im Folgejahr 1989. Nach der Standardisierung der CD-DA (Compact Disc Digital Audio) wurde DDP als Koordinationsprotokoll der Industrie entworfen, damit Presswerke Master-Einreichungen in einem einheitlichen Format annehmen können.
Ursprünglich wurde DDP auf dedizierten Bandmedien (Exabyte-8mm-Band) geliefert; heute erfolgt die Übergabe digital per HDD/SSD, FTP/SFTP oder spezialisiertem Cloud-Speicher. Die Spezifikation ist seit über 30 Jahren nahezu unverändert — gerade diese Stabilität ist der Grund, warum sie als Industriestandard fortbesteht.
Aufbau einer DDP-Datei
Ein typisches DDP-2.0-Paket besteht aus den folgenden fünf Dateien.
Diese fünf Dateien liegen in einem einzigen Verzeichnis, dem DDP-Ordner, und repräsentieren zusammen eine CD. Das Presswerk übernimmt diesen Ordner und überträgt seinen Inhalt direkt auf die Disc.
DDP 1.0 gegenüber DDP 2.0
DDP 2.0 dominiert die heutigen Presswerk-Abläufe. Nahezu jede Mastering-Software gibt standardmäßig 2.0 aus.
Warum DDP zum Industriestandard wurde
Drei Faktoren machten DDP zum Standard. Erstens kapselt es die gesamte CD in einem Paket — Titel, ISRC, UPC, CD-Text und Pre-Gap sind enthalten, sodass das Presswerk ohne Zusatzinformationen fertigen kann. Zweitens ist die Spezifikation außergewöhnlich stabil: seit über 30 Jahren praktisch unverändert; ein Jahrzehnte alter Master funktioniert noch heute in modernen Werken. Drittens die universelle Unterstützung durch Mastering-Software: HOFA, Sequoia, WaveLab, Sonic Studio und Pyramix geben alle DDP aus — Engineers können ihre Werkzeugkette frei wählen, ohne sich um Kompatibilität zu sorgen.
DDP-fähige Software
Die meisten bei Presswerken eingereichten DDP-Pakete entstehen in HOFA, Sequoia, WaveLab oder Sonic Studio. Geht es allein um die Prüfung, ist der browserbasierte Kuon DDP PLAYER der schnellste Weg.
Wie öffnet man eine DDP-Datei?
Es gibt zwei Wege: vollständige Bearbeitung in Industriesoftware oder browserbasierte Inspektion und Prüfung. Während des Masterings sind HOFA oder WaveLab angemessen. Geht es nur um die Prüfung, ist der Kuon DDP PLAYER der schnellste Weg.
Das herausragende Merkmal des Kuon DDP PLAYER ist Gap Listen — die durchgehende Wiedergabe der letzten 15 Sekunden des vorigen Titels, gefolgt von der Pause, gefolgt von den ersten 5 Sekunden des nächsten Titels. So lässt sich mit dem Ohr prüfen, ob der musikalische Fluss zwischen den Titeln natürlich ist, ob die Länge der Stille passt und ob Übergänge stimmig wirken — ideal für die letzte Kontrolle vor der Pressung. Die technische Umsetzung beschreibt How DDP Checker Works.
Vor- und Nachteile von DDP
Warum Mastering-Engineers auf DDP setzen
Engineers bevorzugen DDP, weil eine WAV-Abgabe das Presswerk zwingt, die strukturellen Informationen selbst zu rekonstruieren — und genau dabei entstehen Fehler. Mit DDP sind Bauplan und Audiodaten vereint; die Absicht des Engineers erreicht das Werk in vollständiger Form.
DDP bewahrt rigoros die Elemente, bei denen Fehler unverzeihlich sind — die Pre-Gap-Dauern zwischen den Titeln, die ISRC-Codes, den CD-Text und die Grenzen von Track-Index 1/2.
Drei Weltpremieren des Kuon DDP PLAYER
Im April 2026 veröffentlichte Kuon den weltweit ersten browserbasierten DDP PLAYER (mit Funktionserweiterungen im Mai, darunter Mehrsprachigkeit). Drei Merkmale unterscheiden ihn von bestehenden Werkzeugen:
- Reiner Browser-Betrieb — keine Installation; identisches Verhalten auf Mac, Windows, Linux und Chromebook.
- Privacy First — die Dateien verlassen den Browser-Speicher nie und werden nie an einen Server übertragen; für vertrauliche Kundendaten mindestens so sicher wie Industriewerkzeuge.
- Gap Listen — die eigene durchgehende Wiedergabe von (letzte 15 s des vorigen Titels) + Pause + (erste 5 s des nächsten Titels). Eine Industriepremiere für die Prüfung des Flusses zwischen den Titeln mit dem Ohr.
Der Dienst ist kostenlos verfügbar: Kuon DDP PLAYER. Ein kostenloses Konto schaltet alle Funktionen frei.
Häufige Fragen
Kann ich DDP-Dateien kostenlos öffnen?
Ja. Der DDP PLAYER von Kuon (https://kuon-rnd.com/ddp-checker) öffnet DDP-Dateien in jedem Browser kostenlos. Keine Installation nötig — nur ein kostenloses Konto. Industriewerkzeuge wie HOFA oder Sequoia kosten Hunderte Euro und müssen installiert werden; für die reine Prüfung genügt das kostenlose Kuon-Werkzeug.
Wofür steht DDP?
DDP steht für Disc Description Protocol. Die Spezifikation stammt von der US-Firma DCA Inc (Doug Carson Associates), 1988 von Doug Carson gegründet, und wurde 1989 kodifiziert. DDP beschreibt die gesamte Struktur einer CD.
Was unterscheidet DDP 1.0 von DDP 2.0?
DDP 1.0 war die ursprüngliche Spezifikation der späten 1980er Jahre. DDP 2.0 ergänzte CD-Text und Multi-Session-Discs und ist der aktuelle Industriestandard. Presswerke nehmen standardmäßig DDP 2.0 an.
Welche Dateien stecken in einem DDP-Paket?
Fünf Dateien: DDPID (der Identifikations-Header), DDPMS (der Map-Stream mit der Trackstruktur), IMAGE.DAT (die eigentlichen Audiodaten), PQDESCR (die PQ-Subcode-Beschreibung mit ISRC, UPC und CD-Text) und SUBCODE.DAT (die vollständigen Subcode-Daten). In neueren DDP-2.0-Paketen kann PQDESCR als PQDESCR.DAT erscheinen.
Wer nutzt DDP-Dateien?
Mastering-Engineers, CD-Presswerke und Plattenlabels. Mastering-Engineers erzeugen DDP im letzten Arbeitsschritt. Presswerke empfangen DDP und fertigen daraus die physischen CDs. Labels prüfen DDP gegebenenfalls zur Qualitätskontrolle vor der Freigabe.
Was unterscheidet eine DDP-Datei von einer WAV-Datei?
Eine WAV-Datei ist eine einzelne Audio-Wellenform. Ein DDP-Paket ist der vollständige Bauplan einer CD — Tracktrennungen, CD-Text, ISRC-Codes, UPC, PQ-Subcodes und Pre-Gap-Zeiten, dazu die Audiodaten. Presswerke verlangen DDP, nicht WAV.
Kann ich DDP-Dateien auf dem Mac öffnen?
Ja. Der DDP PLAYER von Kuon läuft im Browser und verhält sich auf Mac, Windows, Linux und Chromebook identisch. Auch HOFA und WaveLab bieten Mac-Versionen an.
Lohnt sich die DDP-Prüfung vor dem Brennen einer CD-R?
Unbedingt. Das DDP repräsentiert exakt die Datenstruktur, die ins Presswerk geht. Vor dem Brennen lassen sich Tracktrennungen, ISRC-Codes, CD-Text und Pre-Gap-Längen prüfen. Fehler, die erst nach der Pressung auffallen, kosten Tausende Euro für die Neuauflage — die Vorabprüfung ist daher entscheidend.
Worin unterscheidet sich der Kuon DDP PLAYER von anderer Software?
Drei Unterscheidungsmerkmale: (1) weltweit erste rein browserbasierte Bedienung (keine Installation), (2) die Gap-Listen-Funktion (durchgehende Wiedergabe der letzten 15 Sekunden eines Titels + der Pause + der ersten 5 Sekunden des nächsten Titels) und (3) Privacy First (die Dateien verlassen den Browser nie). HOFA und Sequoia bieten mehr Funktionen, verlangen aber Kauf, Installation und PC-Betrieb.
Kann ich Audio aus einer DDP-Datei extrahieren und anhören?
Ja. IMAGE.DAT enthält Audio im CD-DA-Format (44,1 kHz / 16 Bit / 2 Kanäle), das kompatible Software abspielen oder extrahieren kann. Der DDP PLAYER von Kuon spielt jeden Titel direkt im Browser ab.
Was sollte ich vor der DDP-Abgabe an das Presswerk prüfen?
Die vom Werk geforderte DDP-Version (üblicherweise 2.0), die Richtigkeit aller ISRC-Codes, die UPC/EAN, alle CD-Text-Felder, die ISO-9660-Konformität der Dateinamen, die Pre-Gap-Längen und die Red-Book-Konformität. Der DDP PLAYER von Kuon prüft all das in einem Durchgang.
Wie groß ist ein typisches DDP-Paket?
Eine volle CD (rund 80 Minuten) ergibt etwa 700–800 MB. Der Großteil entfällt auf IMAGE.DAT (den Audio-Korpus). Die beschreibenden Dateien (DDPID, DDPMS, PQDESCR usw.) sind nur wenige KB groß.
参考文献・出典
- DCA Inc — Offizielle Seite von Doug Carson Associates— Ursprünglicher Entwickler von DDP — offizielle Spezifikationsquelle
- HOFA CD-Burn & DDP — Spezifikation— DDP-konforme Dokumentation eines führenden Industriewerkzeugs
- Sound on Sound — Mastering for CD— Praxisreferenz zu CD-Mastering und DDP-Abgabe
- Steinberg WaveLab Pro — DDP-Image-Format— DDP-Funktionsdokumentation von WaveLab
- Red-Book-Standard (IEC 60908)— Internationaler CD-DA-Standard — Grundlage der DDP-Audiospezifikation